Kreis Borken. Als „Helden des Alltags“ bezeichnete Bocholts stellvertretender Bürgermeister Alfons Tepasse die Bürgerinnen und Bürger, die auf vielfältige Art und Weise ehrenamtlich tätig sind. Einer großen Anzahl von Freiwilligen konnten jetzt er sowie Landtagsabgeordneter Bernhard Tenhumberg und weitere Vertreter des öffentlichen Lebens beim Treffen der „Kontaktbörse für Ehrenamtliche im Kreis Borken“ in den Räumen der Firma Siemens in Bocholt öffentlich Dank und Anerkennung aussprechen.
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In Vertretung des verhinderten Kontaktbörse-Leiters Hans Thesing übernahm Thea Robert aus Stadtlohn die Begrüßung der vielen Gäste. Gemeinsam mit ihren Mitstreitern beleuchtete sie die Aktivitäten des nun zu Ende gehenden Jahres. Erfolgreich war vor allem wieder die Fahrrad-Codierungsaktion. Zusammen mit der Polizei und den Ortsverwaltungen und mit Unterstützung der Provinzial- Versicherung wird sie schon seit längerer Zeit durchgeführt. Inzwischen konnten kreisweit nahezu 75.000 Räder mit einer Codierung versehen werden, durch die sich bei Diebstahl der wirkliche Eigentümer unkompliziert nachweisen lässt. Abschreckende Wirkung und damit ein gewisser Schutz vor dem Rad-Klau geht zudem von einem am Fahrrad angebrachten Hinweis auf die Codierung aus. Das bestätigte auch Meinolf Müller von der Kreispolizeibehörde Borken, der sich ausdrücklich für die Fortsetzung der Aktion aussprach. Die verantwortlichen Kontaktbörse-Mitarbeiter richteten daher einen Appell an weitere Kommunen im Kreisgebiet, sich an dieser erfolgreiche Initiative zu beteiligen. Christian Hoth von der Provinzial-Versicherung als Kooperationspartner machte deutlich, dass sein Haus die Codierungsaktion auch weiterhin unterstützen werde.
Ebenso erfolgreich ist die Handyaktion unter Schirmherrschaft von Landrat Gerd Wiesmann. Ursprünglich war sie dahingehend angelegt, ausgemusterte Handys, deren Notfallruf allerdings noch funktioniert, an interessierte Personen, vor allem Senioren, weiterzugeben. Inzwischen ist daraus eine Handyschulung entstanden, die die „Kontaktbörse“ anbietet. Fachmann Markus Hedwig wies darauf hin, dass er und seine Kollegen auf Anforderung gerne Vereinen und Verbänden, Bewohnern von Alteneinrichtungen und anderen Interessierten kostenfrei für solche Beratungstermine zur Verfügung stehen. Infos gibt es im Internet unter http://www.kfe-borken.de/.
Dass auch die nachwachsende Generation bei der Kontaktbörse aktiv ist, zeigte sich am Beispiel einer von jungen Leuten ehrenamtlich organisierten Berlinfahrt für Menschen mit Handicaps, von der Jürgen Garming aus Vreden berichtete.
Landtagsabgeordneter Bernhard Tenhumberg dankte den Mitgliedern der Kontaktbörse für ihren großen Einsatz. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die nordrhein-westfälische Landesregierung das bürgerschaftliche Engagement auf vielfältige Weise unterstütze. So wurde der „Landesnachweis NRW – Engagiert im Ehrenamt“ zur Anerkennung eingeführt, der auch beruflichen Nutzen hat, da er besondere soziale Kompetenzen und Fähigkeiten bescheinigt. Seit einiger Zeit schließen Landesversicherungen auch die Lücken im Versicherungsschutz von ehrenamtlich Engagierten in Nordrhein-Westfalen.
Matthias Kockmann von der Fa. Siemens stellte anschließend das soziale Engagement seines Unternehmens in der Region vor und überreichte zur weiteren Unterstützung der Arbeit der Kontaktbörse einige Mobiltelefone. Mit einer Besichtigung der Produktionshallen von Siemens Bocholt endete schließlich die Veranstaltung.