--- weitere Aktionen ---

"Dankeschöntag" für ihre ehrenamtliche Arbeit


September 2003

 

Einen "Dankeschöntag" für ihre ehrenamtliche Arbeit in Vereinen, Verbänden und Initiativen erlebten am Samstag, 13. September 2003, rund dreihundert Männer und Frauen aus dem ganzen Kreis Borken in der Schützenhalle Gaxel.

Zuschauer der Veranstaltung.
Bild zur Vergrößerung anklicken
Organisiert hatten diesen Tag des Ehrenamtes die ehrenamtlichen der "Kontaktbörse" für Ehrenamtliche im Kreis Borken", deren Leiter, Hans Thesing, die Moderation und Begrüßung der Veranstaltung übernahm. Neben allen Ehrenamtlichen hieß er besonders Referentin Christa Thoben, Landrat Gerd Wiesmann, Vredens Bürgermeister Hermann Pennekamp, die Bundestagsabgeordneten Elke Wülfing und Hans-Peter Kemper sowie die Mitglieder des Landtages Bernhard Tenhumberg und Heinrich Kruse willkommen.
Ansprache von Landrat Gerd Wiesmann.
Bild zur Vergrößerung anklicken
Landrat Gerd Wiesmann lobte in seiner Ansprache das ehrenamtliche Engagement, dass eine Grundlage für das Leben in unserer Gesellschaft bilde.

Bürgermeister Hermann Pennekamp unterstrich die Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit in Vreden und gab den Politikern mit auf den Weg, sich für eine neue Gemeindefinanzreform einzusetzen, die so aussehen müsse, dass auch in Zukunft Zuschüsse für die ehrenamtliche Arbeit ermöglicht würde. Über den Standort der Veranstaltung in der Schützenhalle Gaxel freute sich Bernhard Tenhumberg, denn die Halle sei ohne öffentliche Mittel, nur durch den Einsatz der Vereinsmitglieder entstanden. Dieses sei ein anschauliches Beispiel dafür, was Ehrenamt bewirkt. Er versprach, sich dafür einzusetzen, dass die ehrenamtliche Arbeit auch weiterhin unterstützt werde. "Wir brauchen keine neuen Strukturen sondern sollte die bewährte Struktur und Arbeit der Kontaktbörse nutzen" so sein Hinweis in Richtung Kreisverwaltung.

Ansprache von Christa Thoben.
Bild zur Vergrößerung anklicken
Anschließend sprach Christa Thoben, Mitglied im Kuratorium Aktive Bürgerschaft, zum Thema "Ehrenamt im Wandel der Zeit - Neue Herausforderungen". Sie sagte, es gehe in unserem Leben grundsätzlich um die Frage "was macht man selber und was erwartet man von anderen". Die Bürger sollten sich nicht immer darauf verlassen, dass der Staat für alles zuständig sei, sondern ihr Anliegen selbst in die Hand nehmen und sich gemeinsam mit Gleichgesinnten dafür einsetzen. "Wenn sich eine neue Initiative bildet, soll man sie unterstützen", forderte sie die Anwesenden auf. Wichtig sei, dass sich jeder selbst einen Überblick über die wichtigen Bestandteile des Zusammenlebens verschaffen und sich einschaltet, wenn die Politik nicht sofort regiere.
Christa Thoben.
Bild zur Vergrößerung anklicken
So berichtete sie in ihrem Referat von Bürgerinitiativen, die sich für gesellschaftliche, soziale oder kulturelle Belange eingesetzt hätten. Als Beispiel für zukünftige ehrenamtliche Tätigkeiten schlug sie vor, dass Eltern gemeinsam mit pensionierten Lehrern für die Nachmittagsbetreuung der Schüler verantwortlich sein könnten oder "fitte Rentner" durch ihre Mitarbeit in Hilfsprojekten Anrechte auf eine Seniorenwohnung erwerben könnten. "Viel ist möglich, was davon Wirklichkeit wird, hängt von uns selber ab. Wir brauchen die Offenheit für das Neue und jeder muss aushalten, dass sich andere auf den Weg machen und eine neue ehrenamtliche Initiative auf den Weg bringen," betonte Christa Thoben. Abschließend forderte sie die Politiker auf, neue Anreize für ehrenamtliche Arbeit zu geben und damit das Ehrenamt in allen Bereichen zu stärken.

Die Anwesenden bekundeten durch viel Beifall ihre Zustimmung zu diesen Aussagen und nutzen die Veranstaltung im Anschluß an den offiziellen Teil zu einem regen Austausch untereinander. So hatten rund fünfzehn verschiedene Initiativen, Vereine und Verbände, darunter mit der KAB St. Marien, den Fahrradcodierern, der Kolpingfamilie, Essen auf Rädern und der Omega-Initiative auch viele Vredener Ehrenamtliche Stände aufgebaut, an denen sie über ihre Aktivitäten informierten.

Mit einem Mittagsimbiß und vielen informativen Gesprächen zwischen Politikern und ehrenamtlich Tätigen endete der "Dankeschöntag", der laut Hans Thesing nun traditionell jedes Jahr im Spätsommer stattfinden soll.