Auf Einladung des Landtagsabgeordneten Bernhard Tenhumberg waren 135 Ehrenamtliche
der "Kontaktbörse für Ehrenamtliche im Kreis Borken" zu
Gast im NRW Landtag in Düsseldorf.
Nach einem Einführungs- und Infogespräch durch den Besuchsdienst
der Landttagsverwaltung und einer Stärkung im Restaurant des Landtags
setzte sich Bernhard Tenhumberg mit der Besuchergruppe zusammen und stellte
seine Arbeit vor, die er als direkt gewählter Abgeordneter für den
Nordkreis ausübt. Schwerpunkt der anschließenden Diskussion war
natürlich das Thema "Ehrenamt".
"Wir wollen ja keinen Lohn für unser freiwillig ausgeführtes
Ehrenamt, aber bei einigen Bestimmungen zu diesem Thema kann schnell der Eindruck
enstehen, dass das Ehrenamtliche Engagement von höhere Stelle'
zu stark regelmetiert wird", so ein Ehrenamtlicher aus einer Hilfstranportinitiative.
Man müsse sich mehr mit der Bürokratie beschäftigen als mit
dem Engagement überhaupt. Dass bestimmte Regeln ein zu halten seien,
sei klar, aber ab und an hätte man das Gefühl, unnötigen Schikanen
ausgesetzt zu sein.
Der Abgeordnete konnte diesen Frust nachvollziehen und bat die Ehrenamtlichen,
sich durch nichts vom ehrenamtlichen Engagement abbringen zu lassen. Durch
ein von den politischen Pateien auf Landes- und Bundesebene anerkanntes Engagement
hätte die "Kontaktbörse für Ehrenamtliche im Kreis Borken"
mit dafür gesorgt, dass hier einige Erleichterungen durchgesetzt werden
konnten. In diesem Zusammenhang weißt Bernhard Tenhumberg nochmals auf
die Erfolge der Kontaktbörse hin, die er seit Beginn im Jahre 1996 wie
auch heute noch unter stütze. "Ich habe auch noch keinen Grund,
von dieser Meinung ab zu gehen", so Bernhard Tenhumberg. Bei der finanziellen
Unterstützung von unterschiedlichen ehrenamtlichen Initiativen, z.B.
Lesemütter in Schulen, müsste auch die Industrie an gesprochen werden,
weil hier auch klar und deutlich ein Vorteil für die Zukunft liegt. "Man
darf dann natürlich nicht so viel Barrieren von Seiten des Staates aufbauen,
die so etwas verhindern."
Mit vielen Politikern unterschiedlicher Parteien wäre er sich einig,
dass "das Ehrenamt durch die Politik unterstützt,aber nicht gegängelt
wären darf." Als Qaulifikation müsse das Menschliche an erster
Stelle stehen. Dem Einwand eines Teilnehmers, "wir dürfen das Ehrenamt
nicht verakademisieren", wurde nicht widersprochen.
Nach einer lebhaften Aussprache mit dem Abgeordneten bedankte sich Hans Thesing,
hauptamtlicher Mitarbeiter der "Kontaktbörse für Ehrenamtliche",
für die Einladung und Unterstützung für die Kontaktbörse.
Der Besuchstermin wurde nach seiner offiziellen Beendigung mit einem Besuch
des Düsseldorfer Weihnachtsmarktes beendet.