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Studienreise Berlin 2005


Ein Reisebericht von Andrea Müller:

Studienreise Berlin vom 22. bis 24. September 2005

Am Donnerstagmorgen ging es mit dem Bus um 4.00 Uhr auf Richtung Berlin. Voller Erwartung auf das, was uns erwartet, haben wir erst mal das zusammengestellte Programm studiert. Langeweile würden wir demnach bestimmt nicht haben.

Um ca. 11.00 Uhr erreichten wir die erste Station: Potsdam. Der Busfahrer Alfons ließ uns wahlweise am Schloss „Sanssouci“, einem „Ort ohne Sorge“, wie Friedrich der Große seinen Lieblingssitz seinerzeit bezeichnete, oder in der Innenstadt heraus. Hier hatten wir drei Stunden Zeit, um auf eigene Faust, ein wenig der großen Vielfalt Potsdams zu erkunden.

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Anschließend setzten wir die Fahrt fort zu unserem Hotel in Berlin-Spandau, Hotel Christopherus-Haus. Ein kurzer Augenblick zum Frischmachen und Essen. Dann ging es für Interessierte schon weiter Richtung Bahnhof Zoo, nicht zuletzt bekannt durch den Film „Wir Kinder vom Bahnhoff Zoo“, um auf eigene Faust den 3,5 km langen Kurfürstendamm, dem weltberühmten Boulevard im Westen Berlins bzw. die Umgebung zu erkunden.

Freitagmorgen in aller Frische starteten wir um 8.30 Uhr vom Hotel aus. Zunächst gab es einen Zwischenstopp im Nikolaiviertel, einer Art Freilichtmuseum des zerstörten Alt-Berlin mit der Nikolaikirche, dem ältesten erhaltenem Bauwerk in Berlin.

Anschließend, gegen 10.30 Uhr, wurden wir beim ZDF-Hauptstadtstudio erwartet. Einer kurzen Einführung in die Entstehung und Architektur des Hauses und der Arbeit beim ZDF folgte sodann ein Rundgang durch die Studios, Regieräume, Licht- und Tonstudios.

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Um 13.00 Uhr fanden wir uns dann alle vor dem Paul-Löbe-Haus ein. Dort gab es zunächst für alle Gäste ein Mittagessen zur Stärkung. Anschließend hatten wir die Möglichkeit um 15.00 Uhr eine Stunde lang mit dem Abgeordneten Jens Spahn über politische Themen zu diskutieren und für uns interessante Fragen auch zur Arbeit im Bundestag im Allgemeinen zu stellen.

Der nächste Punkt unseres vielseitigen und interessanten Programms war um 19.00 Uhr die Besichtigung des Reichstags, dem eindrucksvollen Symbol für die neue Hauptstadt. Allein die Sicherheitskontrollen in allen Regierungsgebäuden sind schon sehr eindrucksvoll. Uns erwartete hier die Besichtigung des Parlamentssaals, ein kurzer Einschweif in die Arbeit der Politik im Allgemeinen und eine Einführung in die Entstehung und der geschichtlichen Weiterentwicklung des Gebäudes. Anschließend bestand die Möglichkeit, die neue, 800 Tonnen schwere Kuppel aus Stahl und Glas auf dem Dach zu begehen. Über zwei spiralförmige Rampen gelangt man zu einer 40 Meter hohen Aussichtsplattform.

Voller interessanter und bemerkenswerter Eindrücke ging es mit dem Bus gegen 22.00 Uhr zurück zum Hotel.

Der leider letzte Tag, Samstag, der 24.10.2005. Wieder rechtzeitig, um den Tag auskosten zu können, ging es um 8.30 Uhr los. Die Taschen bereits für die Rückreise gepackt ging es zunächst zu einem kurzen Aufenthalt am Potsdamer Platz. Ich muss sagen, der seinerzeit einmalige und kühne Plan, aus dem Nichts ein Stadtzentrum zu erbauen, ist eindrucksvoll gelungen. Bis 10.00 Uhr hatten wir die Möglichkeit, das Sony-Center, die Arkaden und die Umgebung in Augenschein zu nehmen.

Danach ging es dann zum letzten Punkt unseres Aufenthalts. Die Besichtigung der Gedächtnisstätte Hohenschönhausen auf dem früheren Gelände der zentralen Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit. Ein eindrucksvoller Ort, der über die Formen und Folgen politischer Verfolgung und Unter-drückung, die Haftbedingungen und Verhörmethoden in der Zeit von 1945 bis 1989 berichtet. Obwohl der große Teil des Gebäudes und der Einrichtung fast unversehrt erhalten geblieben ist und somit ein sehr authentisches Bild des Haftregimes in der DDR vermittelt wird, sind für uns die seinerzeitigen, dort herrschenden Grausamkeiten kaum vorstellbar.

Anschließend erwartete uns am Bus unser Fahrer Alfons mit einem Snack. Getränke, Kaffee, Suppen und Heißwürstchen für den ersten Hunger wurden ausgegeben. Danach haben wir uns dann um 15.00 Uhr auf den Rückweg Richtung Heimat gemacht, die wir dann so gegen 23.00 Uhr erreichten.

Alles in Allem war es eine sehr informative und beeindruckende Fahrt, bei der mit Sicherheit alle Mitfahrenden auf Ihre Kosten gekommen sind.

Großes Lob an die Organisatoren und Beteiligten, vor allem an die Kontaktbörse.

Andrea Müller